Rockwell Automation und Schlumberger gründen Joint Venture Sensia

Neues Joint Venture kombiniert integrierte Steuerungs- und Informatiklösungen von Rockwell Automation mit dem Öl- und Gas-Know-how von Schlumberger

Düsseldorf, 21. Februar 2019 – Rockwell Automation (NYSE: ROK), das weltweit größte Unternehmen mit Schwerpunkt auf industrielle Automatisierungs- und Informatiklösungen, und Schlumberger (NYSE: SLB), der weltweit führende Anbieter von Technologien zur Charakterisierung von Lagerstätten sowie für Bohr-, Förderungs- und Verarbeitungsvorgänge in der Erdöl- und Erdgasindustrie, gaben die Gründung von Sensia bekannt, dem ersten voll integrierten Anbieter von digitalen Ölfeld-Automatisierungslösungen.

Nach dem Beschluss zur Unternehmensgründung und der Einholung von behördlichen Genehmigungen sowie anderen üblichen Formalien, plant das Joint Venture ab dem Sommer 2019 erste Kunden zu betreuen.

Mit Sensia entsteht der erste voll integrierte Anbieter mit Branchenexpertise auf dem Gebiet der Mess- und Automatisierungslösungen für die Öl- und Gasindustrie. Das Angebot umfasst skalierbare, cloud- und edge-fähige Prozessautomatisierung, einschließlich Informatik- und Prozesssicherheitslösungen. Von einfachen intelligenten Systemen bis zu umfassenden Automatisierungslösungen für das Lifecycle-Management bietet das Joint Venture seinen Kunden Effizienzsteigerungen durch Messungen und datengesteuerte intelligente Automatisierung.

„Ölfeldbetreiber erhöhen ihren Investitionswert, indem sie die Zeit zwischen Bohrung und Förderung auf sichere Weise reduzieren, die Fördermenge sowohl konventioneller wie auch unkonventioneller Bohrlöcher optimieren und die Lebensspanne der Förderanlagen ausdehnen“, erklärt Blake Moret, Chairman und CEO von Rockwell Automation. „Derzeit gibt es keinen Anbieter, der Komplettlösungen und Technologieplattformen anbietet, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Dank sicherer, skalierbarer Lösungen, die in einer Technologieplattform vereint sind, wird Sensia eine führende Marktposition einnehmen, um unterschiedliche Ressourcen zu verbinden und manuelle Prozesse zu reduzieren.“

„Öl- und Gasproduzenten bemühen sich stets die Produktivität ihrer Anlagen zu steigern. Das werden wir mit dem Connected Enterprise realisieren. Sensia wird komplette Lebenszyklus- und Prozessautomatisierungslösungen vom Bohrloch bis zum Terminal bereitstellen, inklusive branchenführender Ölfeldtechnologie und entsprechendem Fachwissen“, so Moret.

„Sensia wird einen führenden Technologieanbieter hervorbringen, der die Exploration und Förderung von Ölfeld-Anlagen optimiert“, erläutert Paal Kibsgaard, Chairman und CEO von Schlumberger. „Dieses Joint Venture ist der nächste Schritt auf dem Weg, unseren Kunden intelligente, vernetzte Geräte mit umfassenden Diagnosefunktionen bereitzustellen. Kombiniert mit Messungen, Automatisierungslösungen und Analysen, die den Ölfeldbetrieb verbessern, geschäftliche Entscheidungen erleichtern und die Gesamtbetriebskosten über die gesamte Lebensdauer eines Ölfelds hinweg reduzieren.“

Im Rahmen der Vereinbarung wird Sensia als unabhängiges Unternehmen operieren, wobei Rockwell Automation 53 Prozent und Schlumberger 47 Prozent der Anteile des Joint Ventures halten werden. Man erwartet, dass Sensia einen Jahresumsatz von 400 Millionen US-Dollar generieren und rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigen wird. Der Hauptsitz des Unternehmens wird in Houston im US-Bundesstaat Texas liegen. Von dort aus werden Kunden in mehr als 80 Ländern betreut. Das Managementteam wird von Allan Rentcome angeführt, der als Chief Executive Officer fungieren wird. Er ist derzeit als Director Global Technology – Systems and Solutions Business bei Rockwell Automation tätig.

Teil der Transaktion ist bei Abschluss eine Zahlung von Rockwell Automation an Schlumberger in Höhe von 250 Millionen US-Dollar, die durch Barmittel finanziert werden. Auch nach dieser Investition wird Rockwell Automation seine starke finanzielle Flexibilität behalten und dabei weiter die Strategie der Kapitalzuwendungen verfolgen, bestehend aus organischem Wachstum, Akquisitionen, Dividenden und Aktienrückkäufen. Darüber hinaus bekräftigt Rockwell Automation sein Ziel für das Geschäftsjahr 2019, Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar zurückzukaufen.

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